Eine selbstorganisierte Radtour, übernachtet wurde zu Hause, aber gemeinsam gefrühstückt und diniert

Teilnehmer: Michaela und Otto, Vera und Reinhard,
Gisela, Anni, Johannes, Sebastian, Angelika und Claus
Vorbereitung:
Nachdem die Hase-Tour abgesagt werden musste (siehe Mein Name ist Hase),
können nicht auf die Schnelle gemeinsame Unterkünfte für 10 Personen gefunden werden.
So beschlossen wir, wieder im Hotel Zuhause zu übernachten, gemeinsam zu frühstücken und
von dort auf Radtour zu gehen. Nach dem anschließenden Duschen im "Hotel" trafen wir uns in
schönen Restaurants, um den Tag gemeinsam zu beenden.
Da man im Großraum Paderborn wunderbar Radfahren kann, war die Routenfindung nicht so ein großes
Problem. Zum Beispiel gibt es seit vorigem Jahr einen neuen (geweihten) Pilgerradweg, der rund
um Salzkotten auf 58 Kilometern elf wunderschöne Glas-Stelen verbindet. Eine andere Tour sollte
zum Steinhorster Becken und Rietberg führen. Und zum Abschluss gab es noch eine kernige Bergtour
über den Eggekamm zu den Externsteinen, von dort wieder auf den Eggekamm zu Lippischem und
Preußischen Velmerstot. Über den Bauernkamp (auch Eggekamm-Höhe) ging's dann zurück nach
Paderborn.
Die Touren wurden mit outdooractive erstellt und auf das
Smartphone übertragen.
Do. 4.6.26 (46 km + individuelle Anfahrt,
Route)
Die Wettervorhersage für unsere drei Tage war leider nicht besonders, gerade für den heutigen
Donnerstag war viel Regen und nachmittags sogar ein Gewitter angesagt. So kam schon die
Idee auf, die Donnerstags-Tour auf Sonntag zu verschieben. Das passte aber nicht allen gut,
so dass ich auch eine etwas verkürzte Tour vorbereitet hatte.
Vera und Reinhard hatten uns von der Sorge erlöst, wo man an einem Feiertag relativ früh frühstücken
kann, indem sie uns zu sich nach Hause einluden und alles vorbereiteten. Nachträglich stellte
sich heraus, dass dies da beste Frühstück werden sollte: es gab alles, was Herz und Magen begehren,
frische Brötchen, Hefezopf, die leckersten Aufstriche, frisches Obst mit Erdbeeren und
Kirschen – alles ohne Begrenzung. Trotzdem schafften wir es, nach ein und ein Viertel Stunden
auf die Räder zu steigen, und dazu noch trocken!
Zuerst ging es auf dem kürzesten Weg durch Elsen zum Lippesee-Auslauf nach Sande, von dort
an der Ostenländer Str. entlang, bis wir endlich kurz vor Wittendorf (gehört zu Ostenland)
die Autostraßen verlassen konnten. Hinter Ostenland noch ein Stück wenig befahrene
Kreisstraße, dann ging es wieder auf die gut zu fahrenden geteerten Feldwege. Kurz vor dem
Steinhorster Becken muss man zwar wieder auf die Landstaße (mit Radweg), doch um dieses Becken
kommt man nicht mit dem Auto herum.

Nach einem Gruppenfoto stiegen wir auf den Beobachtungsturm an der südwestlichen Ecke, unter ihm hatte es sich eine große Gruppe Deichschafe gemütlich gemacht. Dann ging's per Rad weiter zum zweiten Beobachtungsturm an der Nordseite des Beckens.
Hier war wieder ein Blick auf die Wetterentwicklung
angesagt, d. h. es musste entschieden werden, ob wir noch nach Rietberg fahren oder
lieber gleich den Heimweg über Delbrück antreten sollten. Trocken war es noch immer.
Doch die Mehrheit entschied sich für die kürzere Variante, den direkten Weg nach Delbrück,
weil der Regen wohl unmittelbar bevorstand.
Wir umrundeten also mit unseren Rädern das Steinhorster Becken komplett, wobei auf der Ostseite
umgestürzte Bäume vom Unwetter letzten Freitag uns zum Schieben über ein Maisfeld (Mais
ist jetzt noch ganz klein) zwangen. Vorbei an Café Brinkmeier biegt man sofort auf einen
dieser wunderbar geteerten Feldwege, der direkt nach Delbrück führt. Insider wissen,
dass sich am Nordrand von Delbrück ein Bergrücken entlang zieht. Dieser musste dabei erklommen
werden. Als Belohnung rollt man dann sehr schön in die Ortsmitte hinein, die ganze Zeit
mit Blick auf den "Schiefen Turm" von Delbrück (zwei Meter Versatz an der Spitze). Der
schöne Kirchen-Rundling wurde halb umrundet, weil sich auf der anderen Seite Blechbläser
für die Fronleichnams-Prozession sammelten. In der Kirchstraße ist auch ein schönes
Eiscafé (Opera), auch hier wurde gehalten.
Trocken war es noch immer, so wurde erneut auf die Wetterentwicklung geschaut: siehe da,
der Regen war abgesagt und das Gewitter auf den Abend verschoben. Wir hätten also auch gemütlich
nach Rietberg fahren können, hinterher ist man immer klüger.
Von Delbrück fuhren wir einen uns noch weitgehend unbekannten Radweg nördlich der B64
entlang, bis wir den Boker Kanal erreichten, der die B64 kreuzt. An der eigentlich sehr
schönen Schwimmstelle des Boker Kanals hatte bei den heutigen Temperaturen jedoch keiner
Lust, ins Wasser zu springen. Am Lippesee teilte sich die Gruppe kurz, weil einige
nachweisen wollten, dass der direkte Weg mit der gefährlichen Autobahnunterführung
tatsächlich schneller ist. Ab Schloss- und Auenpark Schloß Neuhaus trennten wir uns
allmählich und jeder fuhr auf dem für ihn kürzesten Weg zu sich nach Hause (trocken
war es noch immer). Durch die verkürzte Tour war sogar noch Zeit für einen Mittagsschlaf.
Inzwischen hatte es zwar heftig geschüttet, aber ohne Gewitter, so gingen wir mit Schirm zu unserem heutigen
Lokal "Kitzgams". Eigentlich sollte das heute im Thi-Brunnen stattfinden, dort sitzt man wesentlich
gemütlicher. Aber das Essen – Überraschungsmenü
mit fünf Gängen plus Gruß aus der Küche –
war eine Wucht, so dass wir dem Koch anschließend spontan Beifall klatschten. Bestens gelaunt fuhr oder
ging jeder zu seinem Zuhause-Hotel.
Fr. 5.6.26 (88 km + individuelle Anfahrt,
Route)
Heute wollten wir den (geweihten) Pilgerradweg Salzkotten erfahren. Flick- und Werkzeug musste
also nicht mitgeführt werden. Und auch heute war wieder Regen angesagt, aber zum Glück
kein Gewitter. Morgens war es jedenfalls trocken.
Das gemeinsame Frühstück war im Goeken Backen in Elsen angemeldet. Dort
ist viel Platz und ein großer gemeinsamer Tisch war für uns zusammengeschoben worden. Zu essen
gab es ein Tisch-Buffet, d. h. alles, was wir essen sollten, befand sich schon auf dem Tisch.
Für Getränke sorgten nette Bedienungen. Wir bestellten zusätzlich noch eine große Portion
Rührei, dann konnten wir beginnen. Da auch Brötchen nachgeordert werden konnten, räumten wir
so ziemlich alles ab, und jeder hatte noch ein belegtes Brötchen für unterwegs.
Der Ort Verne besitzt natürlich eine Station des Pilgerradwegs, so fuhren wir die übliche nette
Radstrecke dorthin. Obwohl Sebastian damit wieder nach Haus fuhr, war er beide Strecken
mit seinem (Bio-) Bike gefahren, bravo! Eine kurze Begrüßung bei Susanne und schon ging's
quer durch den Ort zur Kirche St. Batholomäus, vor der unsere erste Stele stand. Eigentlich
ist dies die achte Stele des Pilgerradwegs, aber da es ein Rundkurs ist, starteten und
endeten wir hier. Wir mussten nur umdenken können.
Hinter der Kirche hatte Johannes früher gewohnt, das Haus gibt es aber schon lange nicht mehr. Für alle ging es nun nach Süden aus Verne hinaus – über wunderbare Radwege fernab von größeren Straßen, aber immer bestens geteert. Die nächste Stele steht bei Oberntudorf, auf dem Weg dorthin streift man Niederntudorf, der Rest war reine Natur. Von der Stele "Bruder Wind und die Luft" beflügelt flogen wir zurück nach Salzkotten, wo in Upsprunge an der Heder die Stele "Schwester Wasser" auf uns wartete. Zur Erholung fuhren wir nun an der Heder entlang durch den Sültsoid bis zum Gradierwerk. Direkt beim Neuen Sprudel und Wassertretbecken gibt es die nächste (eigentlich letzte) Stele: Salz aus Mutter Erde. Sehr passend, denn aus dem Neuen Sprudel quillt Salzwasser. An diesem schönen Fleck machten wir auch unsere Mittagsrast mit den besagten belegten Brötchen, einige wagten sich auch in das Quell-kalte Wassertretbecken. Bis hierhin war es nicht nur trocken geblieben, es kam sogar die Sonne heraus (um nasse Füße zu trocknen).

In Salzkotten gibt es noch zwei weitere Stationen, zunächst das Mutterhaus der Franziskanerinnen. An der zugehörigen Kirche steht auch die erste Stele – Lob, Dank und Dienst –, denn hier beginnt und endet der Pilgerradweg.

Über einen winzigen Pfad gelangt man zum Emmausweg mit der Stele "Schwester Mensch". Nach dieser schnellen Abfolge von Stelen war nun wieder eine längere Überlandfahrt nach Scharmede notwendig. Hier steht die Stele "Mutter Erde" direkt vor der Dorfkirche St. Petrus und Paulus. Von hier fuhren wir bei relativ starkem (West-) Gegenwind nach Thüle, wo sich nicht nur die Stele "Bruder Tod", sondern auch ein "Tor zum Licht" befindet. Weiter ging's über Winkhausen und Holsen nach Mantinghausen. Hier steht Stele "Bruder Feuer" vor der Kirche St. Antonius Einsiedler. Ab hier fährt man wieder grobe Richtung Verne. Die Lippe wird wieder überquert und über eine winzige Brücke auch die Holser Flüthe. Im Storchendorf Verlar steht die Stele zwischen Dorfplatz und einem kleinen Park bei der Grundschule. Die (für uns) letzte Stele – Schwester Sonne – in Holsen war ein besonderer Lichtblick: sie ist nicht nur besonders schön, sondern steht auch noch neben der Kirche St. Philippus Neri, die auch als Licht am Weg-Kirche bezeichnet wird. Sie lädt dazu ein, Texte und Lieder nach eigenen Wünschen anzuhören und sich dabei von den frei wählbaren Lichtinstallationen inspirieren zu lassen, das ganze über ein Display wählbar. Ein echtes "Highlight"!

Jetzt ging es aber auf direktem Weg Heder-aufwärts nch Verne, wobei sich im Ort zwei verfuhren
und den Weg zu Susanne nicht mehr fanden. Als sie bereits in Klein-Verne waren, wollten sie nicht
mehr umkehren und fuhren direkt zu ihrem Hotel. Wir anderen wurden von Susanne mit alkoholfreiem
Sekt beglückt. Der schmeckte uns so gut, dass noch eine zweite Flasche geköpft werden musste.
Inzwischen war es jedoch schon so spät, dass zu Hause kaum noch Zeit zum Duschen blieb, so
drängten wir auf den Abschied. Und es war immer noch trocken, so dass wir nun gar nicht mehr
mit Regen rechneten. Vera verließ uns in Elsen als Erste. Für Michaela und Otto wollte ich noch
mit nach Schloß Neuhaus fahren, weil von hier der Weg nach Paderborn schöner ist als von Elsen.
Das war jedoch ein entscheidender Fehler: etwa am Padersee begann es zu regnen, aber nicht nur
ein bisschen, sondern richtig kräftig. Angelika fuhr durch (mit Regenjacke), ich wartete erstmal
unter einem Baum ab. Doch es hörte nicht auf – und Duschen wollte ich sowieso. Pitschnass
sprang ich zu Hause unter die Dusche, jetzt hörte auch der Regen auf.
So ging's wieder rauf aufs
Rad zum gemeinsamen Abendessen in der Trattoria La Palma bei Tommaso in Schloß Neuhaus. Obwohl wir
nur eine Minute nach der vereinbarten Zeit eintrafen, waren schon alle anwesend und hatten
Getränke bestellt. Und alle verzehrten einen Antipasti-Teller, bei den Hauptgängen waren Spaghetti
mit Trüffelbutter aus dem Parmesan-Laib der Hit. Wir konnten aber nicht mehr alles schaffen,
so packte Tommaso den Rest für uns ein. Im Hotel Zuhause schliefen wir nach diesen vielen
Rad-Kilometern wieder ausgezeichnet.
Sa. 6.6.26 (61 km + individuelle Anfahrt,
Route)
Heute war der erste unserer drei Tour-Tage, an dem nicht mit Regen gerechnet werden musste.
Unser gemeinsames Frühstück nahmen wir an diesem Tag bei Bäcker Mertens in der Detmolder Str. ein, einem
beliebten Frühstückslokal mit viel Platz. Es gibt aber kein Buffet, nicht mal Tisch-Buffet, man
muss ein bestimmtes Frühstück von der Karte bestellen. Was uns dann an den Tisch gebracht wurde,
war doch sehr enttäuschend: extrem dünner Kaffee, mittelmäßige Brötchen, wenig Aufstrich und
das Vital-Frühstück (Müsli) bestand aus einfachem Müsli-Flocken mit Dosen-Obst. Selbst der
Orangensaft schien verdünnt zu sein: bei Bäcker Mertens ist nur der Kuchen exzellent.
Von der Detmolder Str. fuhren wir dann zuerst rüber zur alten Bahnstrecke nach Marienloh und
Bad Lippspringe, die heute ein wunderbarer Radweg ist. Bad Lippspringe scheint etwas gegen Radfahrer
zu haben, denn alte Radwege waren plötzlich nur noch Fußgängerwege. So früh am Morgen
störte das noch wenig und wir fuhren einfach durch. In Schlangen war es sogar noch etwas
schlimmer: ein Mann mit einem Besen vertrieb uns von dem Radstreifen an der alten B1, der
tatsächlich nur noch Fußweg war. Wir mussten mit dem Rad auf der Straße (bei allerdings
wenig Verkehr) fahren. Doch gleich im Zentrum verließen wir die B1 und bogen auf die Straße zur
Gauseköte (Fürstenallee) mit einem schönen Begleit-Radweg. Es war die ganze Strecke
schon leicht bergan gegangen, doch am Fürstlichen Forsthaus Kreuzkrug begann die richtige
Steigung. Und die Autostraße zur Gauseköte verließen wir hier auch. Bis zur ersten
Eggekamm-Überquerung waren schotterige Forststraßen angesagt, die aber nicht so steil
sind, dass man schieben muss.
Oben auf dem Eggekamm sind mehrere Wegekreuzungen, wieder erwischten wir nicht den genau
richtigen Weg abwärts. Aber "alle Wege führen nach Rom"/zu den Externsteinen. Nach kurzer
Zeit standen wir bereits vor diesem gewaltigen Natur-Denkmal.

An den Externsteinen war es ausgesprochen belebt und voll. Einige wollten hochsteigen, doch angesichts der Eintrittspreise und der Fülle verzichteten sie lieber. Wir machten einen Rundgang um die Steine und den dazugehörigen See, um die Sicht von jeder Seite zu genießen.

Bei der anschließenden Weiterfahrt nach Feldrom muss man die vielbefahrene B1 überqueren,
doch wir fanden diese Stelle nicht. Nach zwei vergeblichen Anläufen bemerkten wir einen
durch eine Baustelle versperrten Weg, dieser war der richtige. Die Bauarbeiten waren sicher
längst abgeschlossen, denn der Weg war einwandfrei. Und so kamen wir unter der B1 hindurch
auf die Straße nach Feldrom, die ein einseitiger schmaler Radweg ziert. Aber weit war es
ja nicht und bereits einen Kilometer vor Feldrom und Veldrom bogen wir von der Straße
ab, um die Stelle zu erklimmen, die die höchste vom Eggekamm ist. Hier musste teilweise
geschoben werden und es kamen auch Zweifel auf, warum man hier hin mit dem Fahrrad
musste.
Genau zwischen Lippischem und Preußischem Velmerstot stellten wir die Räder ab, stärkten
uns mit den mitgebrachten Brötchen vom Frühstück und bestiegen dann beide (!) Velmerstote.
Sie liegen etwa 800 m auseinander. Der Lippische besteht aus vielen Sandsteinquadern
mit einem kleinen künstlichen Obelisk in der Mitte. Auf vielen dieser Felsen ist
eingraviert, was man von hier sieht und wie weit das entfernt ist.
Auf dem Preußische Velmerstot
stand im Kalten Krieg noch eine Radarstation und eine Raketenstellung. Jetzt steht dort
ein Aussichtsturm, der von der Form an die Raketenstellung erinnern soll. Auch hier
ist die Beschriftung auf der Aussichtsplattform vorbildlich. Hermmannsdenkmal, Köterberg
und Desenberg waren die Blickfänge.
Nach diesen schönen Spaziergängen setzten wir uns wieder auf die Räder und jeder war froh,
dass er diese lange Bergab-Strecke nicht zu Fuß gehen musste. Anschließend kommt man sowohl
durch Feldrom als auch Veldrom (beides Hochtal-Lage). Aber zwischen uns und Paderborn
lag noch ein weiterer Eggekamm, über den die Bauernkampstraße führt. Die
Bauernkampüberquerung war schon vor unserer Alpenüberquerung unsere
Trainingsstrecke gewesen. Von der Veldromer Seite geht es sehr steil (gerade noch fahrbar) bergan,
aber nur wenig länger als einen Kilometer. Dafür ist das Gefälle auf der anderen Seite nicht ganz so
stark, aber dafür über sechs Kilometer lang. Und bei Geschwindigkeiten
von bis zu 60 km/h geht immer annähernd geradeaus,
so dass man sehr weit sehen kann und erst in Schlangen wieder gebremst werden muss.
An der ersten Querstraße in Schlangen mussten wir uns erstmal von diesem Kick erholen.
Nach ein bisschen Kurven durch Bad Lippspringe rollten wir wieder auf dem alten Bahndamm
nach Paderborn hinein und verteilten uns nach und nach auf unsere Hotels. Das schöne Wetter
von heute war auch zu Ende, der Himmel hatte sich vollständig zugezogen.
Trotz der vielen Höhenmeter heute blieb noch Zeit für einen verspäteten Mittagsschlaf,
aus dem mich Angelika jedoch unsanft weckte. Die Wolken hatten sich enorm verdunkelt
und ab ca. 18:30 Uhr war Regen angesagt. Ich sprang blitzschnell unter die Dusche, dann
rauf aufs Rad, doch als wir die Tiefgarage verließen, kamen bereits die ersten Tropfen.
Da der Regen noch nicht so stark war und auch keine Aussicht auf Besserung bestand, fuhren
wir weiter zu unserem heutigen Restaurant Phong's. Und wir hatten Glück: die meiste Zeit
geht der Radweg an der Dubelohstr. unter Bäumen entlang, durch diese war der Regen noch
nicht durchgedrungen. Obwohl wir über eine Viertelstunde zu früh ankamen, waren bereits
welche anwesend, nämlich die anderen und einzigen Radfahrer außer uns.
Nun konnten wir in Ruhe abdampfen, schon mal etwas trinken und in Ruhe die Speisekarte
studieren. Bei den Vorspeisen wurden vielfach Suppen gewählt, die sind hier immer
außergewöhnlich lecker. Bei den Hauptspeisen waren Thailändische Spezialitäten
am meisten gefragt, alle waren mit dem Prädikat "scharf" versehen. Jeder war mit seinem
Essen sehr zufrieden, denn schließlich kannten die meisten bereits das Phong's. Und die
Rückfahrt war im Gegensatz zum Hinweg trocken, jippie!
Fazit:
Nach dem durch das Wetter etwas verkürzten und verhunzten ersten Tag zeigte sich die
Paderborner Umgebung am zweiten und dritten Tag von der besten Seite. Der Pilgerradweg
Salzkotten ist reiner Genuss. Durch die vielen Pausen merkt man gar nicht, wie viele
Kilometer zusammen gekommen sind. Und die Radwege sind wunderbar, die Glas-Stelen sowieso.
Und auch die Bergetappe hatte allen gefallen, zumal an den Velmerstoten beste
Sichtverhältnisse herrschten. Und was man bergan fährt, bekommt man als Belohnung
bergab auch wieder heraus!
Kulinarisch war natürlich der erste Tag der Höhepunkt, aber auch an den beiden anderen
Tagen waren wir restlos zufrieden mit den gewählten Restaurants.
